Die Idee, Hilfsgüter ins Flüchtlingscamp Mnyly bei Korczowa an der polnisch-ukrainischen Grenze sowie nach L’viv in der Westukraine zu bringen, ist spontan Ende Februar entstanden. Wenige Tage später, nach einer COVID-Infektion, wurden auf dem Stadtplatz in Kloten von Freiwilligen Schlafsäcke, Babynahrung, Batterien, Powerbanks, Spielsachen, medizinisches Hilfsmaterial wie Spritzen, Handschuhe oder Verbandsmaterial etc. in Kartonschachteln verpackt und anschliessend im Elektro-Transporter verstaut. Am Freitagnachmittag 11. März startete der Kleinunternehmer Buchs Daniel von der Schweiz aus ins Ungewisse. Immer den Elektroladestationen entlang über Deutschland zur polnisch-ukrainischen Grenze.
Der erste Hilfsstopp erfolgt im polnischen Rzeszow, rund 100 Kilometer vor der ukrainischen Grenze. Die Caritas hat hier ein riesiges Hilfsgüter-Abhollager für Geflüchtete eingerichtet. Auf der Weiterreise begegnen Buchs viele ausländische Cars. An den Frontscheiben kleben jeweils gelb-blaue Zettel, die Farben der Ukraine.
Am Abend des 13. März erreicht der Hilfstransport den Weiler Mnyly bei Korczowa an der ukrainischen Grenze. Einen Teil der Hilfsgüter (Lebensmittel, Hygieneartikel) wird den Verantwortlichen des Camps übergeben. Die vom Klotener Ärztezentrum gespendeten medizinischen Hilfsmittel wie Spritzen, sterile Handschuhe, Verbände, Eisenpulver- und Vitaminprodukte übernimmt, zusammen mit den Taschenlampen, übernimmt die Armee, die sie noch am gleichen Abend in einem speziellen Transport direkt ins Spital der Hauptstadt Kiew bringen wird.
Am anderen Morgen ging es nach einer 30-minütigen Zollabfertigung über schlechte Strassen und durch verschiedene Strassensperren in das 75 Kilometer Entfernte L’viv. Dort wurden, nach einer Ladepause bei einem Tesla Stützpunkt im Stadtzentrum, gegen Abend beim Bahnhof die verbleibenden Kartonkisten mit Lebensmittel, Trockenfrüchten und Spielsachen abgeladen. Die Helfer, welche in ihrem Camp Flüchtende in Empfang nehmen, welche mit dem Zug aus dem Osten anreisen, waren sehr dankbar über die Spenden und gleichzeitig überrascht, dass ein Schweizer in dieser Situation so weit fährt.
Nach einer spontanen Übernachtung, weit ausserhalb von Kiew’s Stadtzentrum, überquerte unser Hilfstransporter am Montagmorgten die Grenze nach Polen. Der Schweizer wird während zweier Stunden genaustens kontrolliert, muss sagen, woher er kommt und wohin er will, auch ein Spürhund sucht sein Fahrzeug ab. «Ein Zöllner öffnete sogar die Fronthaube seines Elektrotransporters und fragte: ‹Diesel oder Benzin?›» Buchs musste schmunzeln.
Wieder im polnischen Auffanglager angekommen, schreibt sich Daniel Buchs (rechts im Bild) als Volunteer Nummer K0131 ein. Viel Zeit für seinen Kaffee und die wärmende Sonne bleibt ihm nicht. Bekleidet mit einer Leuchtweste und versehen mit einer Legitimationskarte, hilft er schon eine knappe Stunde nach Ankunft mit anderen Volontäre am Helpdesk Flüchtenden bei der Weiterreise. «Viele wollen aber gar nicht weg. Sie hoffen, in ein bis zwei Wochen wieder zurück in ihre Gemeinde zu können.» Doch der tägliche Andrang an Tausenden neuen Flüchtlingen, vermehrt aus der Region Kyiv und dem Osten, ist kaum zu bewältigen, zumal hier rund 30 Freiwillige mit etwa 6 Offiziellen versuchen dem Chaos entgegenzuwirken.
Nach vier harten Tagen mit rund 15-17h Einsatz am Informationsdesk unter Anwendung von mehreren Sprachen, und jeweils Übernachtung im kalten Auto auf dem Parkplatz,war es aus terminlichen Gründen Zeit die Heimreise anzutreten.
Auch wenn die Reise mit dem Transport, aber auch der Einsatz als Volontär, sehr hart waren, eins ist gewiss: ich komme möglichst rasch zurück!
Erste Hilfsaktion – zwischen Korczowa und L’viv
Die Idee, Hilfsgüter ins Flüchtlingscamp Mnyly bei Korczowa an der polnisch-ukrainischen Grenze sowie nach L’viv in der Westukraine zu bringen, ist spontan Ende Februar entstanden. Wenige Tage später, nach einer COVID-Infektion, wurden auf dem Stadtplatz in Kloten von Freiwilligen Schlafsäcke, Babynahrung, Batterien, Powerbanks, Spielsachen, medizinisches Hilfsmaterial wie Spritzen, Handschuhe oder Verbandsmaterial etc. in Kartonschachteln verpackt und anschliessend im Elektro-Transporter verstaut. Am Freitagnachmittag 11. März startete der Kleinunternehmer Buchs Daniel von der Schweiz aus ins Ungewisse. Immer den Elektroladestationen entlang über Deutschland zur polnisch-ukrainischen Grenze.
Der erste Hilfsstopp erfolgt im polnischen Rzeszow, rund 100 Kilometer vor
der ukrainischen Grenze. Die Caritas hat hier ein riesiges Hilfsgüter-Abhollager für Geflüchtete eingerichtet. Auf der Weiterreise begegnen Buchs viele ausländische Cars. An den Frontscheiben kleben jeweils gelb-blaue Zettel, die Farben der Ukraine.
Am Abend des 13. März erreicht der Hilfstransport den Weiler Mnyly bei Korczowa an der ukrainischen Grenze. Einen Teil der Hilfsgüter (Lebensmittel, Hygieneartikel) wird den Verantwortlichen des Camps übergeben. Die vom Klotener Ärztezentrum gespendeten medizinischen Hilfsmittel wie Spritzen, sterile Handschuhe, Verbände, Eisenpulver- und Vitaminprodukte übernimmt, zusammen mit den Taschenlampen, übernimmt die Armee, die sie noch am gleichen Abend in einem speziellen Transport direkt ins Spital der Hauptstadt Kiew bringen wird.
Am anderen Morgen ging es nach einer 30-minütigen Zollabfertigung über schlechte Strassen und durch verschiedene Strassensperren in das 75 Kilometer Entfernte L’viv. Dort wurden, nach einer Ladepause bei einem Tesla Stützpunkt im Stadtzentrum, gegen Abend beim Bahnhof die verbleibenden Kartonkisten mit Lebensmittel, Trockenfrüchten und Spielsachen abgeladen. Die Helfer, welche in ihrem Camp Flüchtende in Empfang nehmen, welche mit dem Zug aus dem Osten anreisen, waren sehr dankbar über die Spenden und gleichzeitig überrascht, dass ein Schweizer in dieser Situation so weit fährt.
Nach einer spontanen Übernachtung, weit ausserhalb von Kiew’s Stadtzentrum, überquerte unser Hilfstransporter am Montagmorgten die Grenze nach Polen. Der Schweizer wird während zweier Stunden genaustens kontrolliert, muss sagen, woher er kommt und wohin er will, auch ein Spürhund sucht sein Fahrzeug ab. «Ein Zöllner öffnete sogar die Fronthaube seines Elektrotransporters und fragte: ‹Diesel oder Benzin?›» Buchs musste schmunzeln.
Wieder im polnischen Auffanglager angekommen, schreibt sich Daniel Buchs (rechts im Bild) als Volunteer Nummer K0131 ein. Viel Zeit für seinen Kaffee und die wärmende Sonne bleibt ihm nicht. Bekleidet mit einer Leuchtweste und versehen mit einer Legitimationskarte, hilft er schon eine knappe Stunde nach Ankunft mit anderen Volontäre am Helpdesk Flüchtenden bei der Weiterreise. «Viele wollen aber gar nicht weg. Sie hoffen, in ein bis zwei Wochen wieder zurück in ihre Gemeinde zu können.» Doch der tägliche Andrang an Tausenden neuen Flüchtlingen, vermehrt aus der Region Kyiv und dem Osten, ist kaum zu bewältigen, zumal hier rund 30 Freiwillige mit etwa 6 Offiziellen versuchen dem Chaos entgegenzuwirken.
Nach vier harten Tagen mit rund 15-17h Einsatz am Informationsdesk unter Anwendung von mehreren Sprachen, und jeweils Übernachtung im kalten Auto auf dem Parkplatz, war es aus terminlichen Gründen Zeit die Heimreise anzutreten.
Auch wenn die Reise mit dem Transport, aber auch der Einsatz als Volontär, sehr hart waren, eins ist gewiss: ich komme möglichst rasch zurück!
Archive
Kategorien
Archiv
Recent Post
Remembrance Day 24.02.2026
27. Februar 202618. Reise – Hilfe für 270 Familien
23. November 202517. Reise – Schulkinder
28. September 2025Kategorien
Meta
Calendar