Lieferschwierigkeiten verzögerten die 17. Reise um zehn Tage. Doch mit fast 1.7to Sachspenden und dreiwöchiger Reise war es bislang die grösste Hilfstour.
Nachdem wir bereits vergangene Weihnachten 30 Kindern eine Über-raschung brachten, sollte es diesmal eine grössere Aktion werden. Geplant war 140 Kindern aus 15 abgelegenen Dörfern im Rajon Izjum nahe der Donbass-Grenze Schul- und Schreibmaterial zu bringen. Die Kontakte bekamen wir von den regionalen Schulverwalter und Dorfvorsteher.
Von Anfang an war klar, dass diese Sachspenden auch in der Ukraine eingekauft werden. Nicht nur, um mehr für das Geld zu bekommen, sondern eben auch, um vor Ort die Wirtschaft zu unterstützen. Doch dies zeigte sich gar nicht so einfach. So wurden bereits drei Wochen vor der geplanten Fahrt verschiedenen Firmen in der Ukraine kontaktiert. Einzelne antworteten nie, andere waren nicht in der Lage diese Menge an Material zu liefern. Nach einer Offerte bestellten wir die Waren und warteten nach der Bezahlung zehn Tage auf dessen Versand. Doch es kam nichts. Nach zweimaliger Nachfrage wann die Ware verschickt wird, bekamen wir wortlos eine neue Auftragsbestätigung; mit neuem Firmennamen und neuem Bankkonto. Wo die bisherige Zahlung geblieben war, wurde nicht erwähnt.
Genervt und enttäuscht entschloss man sich, einen neuen Lieferanten zu suchen. Wiederum nach einer Offerte, erfolgte die Auftragsbestätigung und die Zahlung. In der Zwischenzeit kam zum Glück das Geld aus der ersten Bestellung zurück.
Nach drei Tagen dann die Überraschung, die Ware wurde vollständig versandt und die Reise konnte am Freitagabend 5. September beginnen.
Zuerst jedoch wurde am Montagmittag in der zentralukrainischen Region Chmelnyzky eine lokale freiwillige Feuerwehr mit Sachspenden aus Kloten, Hinwil und Amlikon-Bissegg unterstützt. Es war bereits die dritte Lieferung an dieses Feuerwehr-Team.
Danach führte die Reise weiter nach Borodjanka, wo Dani Buchs am Abend eintraf. Bei der Nova Poshta sollte die gelieferte Ware abgeholt werden. Doch wegen eines Luftalarms, musste er und Anatolji fast 1h Draussen warten, bis es dann doch klappte.
Am Dienstag fuhr Buchs dann nach Kyiv in unser Zentrallager. Dort wurden die 140 Rucksäcke (80 davon kamen aus der Schweiz) in drei Altersgruppen sortiert und mit Schul- und Schreibmaterial bestückt und für die Auslieferung vorbereitet. Da das Sortieren mehr Zeit als geplant benötigte, verzögerte sich die Weiterreise nach Kharkiv um zwei Tage. Am Freitag fuhr Dani Buchs dann von Kiev bis nach Kharkiv, um dort zu übernachten.
Am Samstag 13. September war es dann soweit. Um 9 Uhr am Morgen stand das erste Dorf Levkivka im Rajon Izjum in der Ostukraine auf dem Programm. Dort warteten bereits 36 Kinder. Nach einer Stunde fuhr Buchs bereits weiter zum nächsten Dorf Kramarivka. Auch hier warteten bereits Familien mit Kindern. Begleitet wurde der Klotener in die Dörfer durch den Schulvorsteher Mykola.
Für sechs weitere Dörfer wurden die Rucksäcke zentral der Schulverwaltung übergeben, da am Nachmittag bereits weitere Termine in Dörfer anstanden. So traf Buchs gegen 12.30 Uhr bereits im südlicheren Babenkove auf den Dorfvorsteher Wolodymir. Zusammen besuchten Sie dann noch die weiteren Dörfer Bryhadyrivka und Fedorivka unweit der Stadt Izjum.
Gegen 16 Uhr startete Dani Buchs dann Richtung Donbassgrenze, wo er bereits in Kamjanka erwartet wurde. Zusammen mit der Dorfvorsteherin Larissa fuhren sie nach der Verteilung der Sachspenden in das Dorf Synychyne nahe der Front am Oskilriver. Sie brachten wichtige Medizin, Decken, Kleider und auch Schulmaterial. Dort wurden sie von der Dorfchefin Zoya und der Bevölkerung erwartet.
Am Abend fuhr Buchs zurück in die 150km entfernt Stadt Kharkiv. Dort stellte sich dann heraus, dass er 39° Fieber hatte. So verbrachte er den Abend und den Sonntag mit Tee und Medikamente im Bett.
Nachdem sich Dani seinem Team beraten hatte, kaufte er am Montag noch weitere Tablets sowie für den Dorfvorsteher und die Gemeindeadministration von Bryhadyrivka auch einen Computer mit Drucker und für das Dorf Synychyne zusätzlich 540 Liter Trinkwasser und Lebensmittel ein, bevor er gegen Montagabend wieder 175km nach Synychyne fuhr.
Die Freude im Dorf war sehr gross über diese zusätzliche Spende. Ebenso konnte Buchs in den beiden Dörfer Kamjanka und Synychyne verschiedene Interviews machen, was ihn dann dazu bewog, spontan über Nacht in dieser umkämpften Region zu bleiben.
Um 5.30 Uhr am nächsten Morgen fuhr Buchs zusammen mit Larissa und ihrem Mann auf den Wochenmarkt in Izjum, wo die Familie Lebensmittel aus dem eigenen Garten verkauft, um ihre Hausrenovation und den Lebensunterhalt zu finanzieren. Gegen Mittag kehrten sie ins Dorf Kamjanka zurück, wo er einen Dorfrundgang und weitere Interviews machte. Am frühgen Abend fuhr er dann wieder zurück nach Kharkiv, um den dort abgestellten Anhänger abzuholen und bis nach Poltawa weiterzureisen.
Die Tage danach dienten dazu, das Lager in Kiev aufzuräumen, ein paar Dinge zu erledigen, Freunde zu besuchen und die Stadt zu besichtigen, bevor Buchs am Sonntag gegen Abend Richtung Lviv zurück fuhr.
In Lviv stand am Montag ein Check des Fahrzeuges auf dem Plan und am Dienstag und Mittwoch eine Reise in die Karpaten.
Doch leider wurde aus dem Karpaten-Ausflug nichts, weil sich beim Fahrzeug-Check herausstellte, dass die letzten Schlaglöcher an der Radaufhängung vorne deutlich ihre Spuren hinterlassen hatten und eine dringende Reparatur notwendig war.
Anstelle eines Bergausfluges sass Dani Buchs drei Tage in Lviv fest, bis die Ersatzteile eintrafen und das Fahrzeug repariert werden konnte. Er nutzte die Zeit, um die Stadt noch besser kennen zu lernen.
Am Donnerstag konnte das Fahrzeug gegen Mittag abgeholt und die Rückreise Richtung Polen gestartet werden. Nach einem Abstecher ins polnische Danzig, um einen ukrainischen Freund zu besuchen, traf Buchs wohlauf am Sonntag 28. September nach drei Wochen wieder in Kloten ein.
17. Reise – Schulkinder
Lieferschwierigkeiten verzögerten die 17. Reise um zehn Tage. Doch mit fast 1.7to Sachspenden und dreiwöchiger Reise war es bislang die grösste Hilfstour.
Nachdem wir bereits vergangene Weihnachten 30 Kindern eine Über-raschung brachten, sollte es diesmal eine grössere Aktion werden. Geplant war 140 Kindern aus 15 abgelegenen Dörfern im Rajon Izjum nahe der Donbass-Grenze Schul- und Schreibmaterial zu bringen. Die Kontakte bekamen wir von den regionalen Schulverwalter und Dorfvorsteher.
Von Anfang an war klar, dass diese Sachspenden auch in der Ukraine eingekauft werden. Nicht nur, um mehr für das Geld zu bekommen, sondern eben auch, um vor Ort die Wirtschaft zu unterstützen. Doch dies zeigte sich gar nicht so einfach. So wurden bereits drei Wochen vor der geplanten Fahrt verschiedenen Firmen in der Ukraine kontaktiert. Einzelne antworteten nie, andere waren nicht in der Lage diese Menge an Material zu liefern. Nach einer Offerte bestellten wir die Waren und warteten nach der Bezahlung zehn Tage auf dessen Versand. Doch es kam nichts. Nach zweimaliger Nachfrage wann die Ware verschickt wird, bekamen wir wortlos eine neue Auftragsbestätigung; mit neuem Firmennamen und neuem Bankkonto. Wo die bisherige Zahlung geblieben war, wurde nicht erwähnt.
Genervt und enttäuscht entschloss man sich, einen neuen Lieferanten zu suchen. Wiederum nach einer Offerte, erfolgte die Auftragsbestätigung und die Zahlung. In der Zwischenzeit kam zum Glück das Geld aus der ersten Bestellung zurück.
Nach drei Tagen dann die Überraschung, die Ware wurde vollständig versandt und die Reise konnte am Freitagabend 5. September beginnen.
Zuerst jedoch wurde am Montagmittag in der zentralukrainischen Region Chmelnyzky eine lokale freiwillige Feuerwehr mit Sachspenden aus Kloten, Hinwil und Amlikon-Bissegg unterstützt. Es war bereits die dritte Lieferung an dieses Feuerwehr-Team.
Danach führte die Reise weiter nach Borodjanka, wo Dani Buchs am Abend eintraf. Bei der Nova Poshta sollte die gelieferte Ware abgeholt werden. Doch wegen eines Luftalarms, musste er und Anatolji fast 1h Draussen warten, bis es dann doch klappte.
Am Dienstag fuhr Buchs dann nach Kyiv in unser Zentrallager. Dort wurden die 140 Rucksäcke (80 davon kamen aus der Schweiz) in drei Altersgruppen sortiert und mit Schul- und Schreibmaterial bestückt und für die Auslieferung vorbereitet. Da das Sortieren mehr Zeit als geplant benötigte, verzögerte sich die Weiterreise nach Kharkiv um zwei Tage. Am Freitag fuhr Dani Buchs dann von Kiev bis nach Kharkiv, um dort zu übernachten.
Am Samstag 13. September war es dann soweit. Um 9 Uhr am Morgen stand das erste Dorf Levkivka im Rajon Izjum in der Ostukraine auf dem Programm. Dort warteten bereits 36 Kinder. Nach einer Stunde fuhr Buchs bereits weiter zum nächsten Dorf Kramarivka. Auch hier warteten bereits Familien mit Kindern. Begleitet wurde der Klotener in die Dörfer durch den Schulvorsteher Mykola.
Für sechs weitere Dörfer wurden die Rucksäcke zentral der Schulverwaltung übergeben, da am Nachmittag bereits weitere Termine in Dörfer anstanden. So traf Buchs gegen 12.30 Uhr bereits im südlicheren Babenkove auf den Dorfvorsteher Wolodymir. Zusammen besuchten Sie dann noch die weiteren Dörfer Bryhadyrivka und Fedorivka unweit der Stadt Izjum.
Gegen 16 Uhr startete Dani Buchs dann Richtung Donbassgrenze, wo er bereits in Kamjanka erwartet wurde. Zusammen mit der Dorfvorsteherin Larissa fuhren sie nach der Verteilung der Sachspenden in das Dorf Synychyne nahe der Front am Oskilriver. Sie brachten wichtige Medizin, Decken, Kleider und auch Schulmaterial. Dort wurden sie von der Dorfchefin Zoya und der Bevölkerung erwartet.
Am Abend fuhr Buchs zurück in die 150km entfernt Stadt Kharkiv. Dort stellte sich dann heraus, dass er 39° Fieber hatte. So verbrachte er den Abend und den Sonntag mit Tee und Medikamente im Bett.
Nachdem sich Dani seinem Team beraten hatte, kaufte er am Montag noch weitere Tablets sowie für den Dorfvorsteher und die Gemeindeadministration von Bryhadyrivka auch einen Computer mit Drucker und für das Dorf Synychyne zusätzlich 540 Liter Trinkwasser und Lebensmittel ein, bevor er gegen Montagabend wieder 175km nach Synychyne fuhr.
Die Freude im Dorf war sehr gross über diese zusätzliche Spende. Ebenso konnte Buchs in den beiden Dörfer Kamjanka und Synychyne verschiedene Interviews machen, was ihn dann dazu bewog, spontan über Nacht in dieser umkämpften Region zu bleiben.
Um 5.30 Uhr am nächsten Morgen fuhr Buchs zusammen mit Larissa und ihrem Mann auf den Wochenmarkt in Izjum, wo die Familie Lebensmittel aus dem eigenen Garten verkauft, um ihre Hausrenovation und den Lebensunterhalt zu finanzieren. Gegen Mittag kehrten sie ins Dorf Kamjanka zurück, wo er einen Dorfrundgang und weitere Interviews machte. Am frühgen Abend fuhr er dann wieder zurück nach Kharkiv, um den dort abgestellten Anhänger abzuholen und bis nach Poltawa weiterzureisen.
Die Tage danach dienten dazu, das Lager in Kiev aufzuräumen, ein paar Dinge zu erledigen, Freunde zu besuchen und die Stadt zu besichtigen, bevor Buchs am Sonntag gegen Abend Richtung Lviv zurück fuhr.
In Lviv stand am Montag ein Check des Fahrzeuges auf dem Plan und am Dienstag und Mittwoch eine Reise in die Karpaten.
Doch leider wurde aus dem Karpaten-Ausflug nichts, weil sich beim Fahrzeug-Check herausstellte, dass die letzten Schlaglöcher an der Radaufhängung vorne deutlich ihre Spuren hinterlassen hatten und eine dringende Reparatur notwendig war.
Anstelle eines Bergausfluges sass Dani Buchs drei Tage in Lviv fest, bis die Ersatzteile eintrafen und das Fahrzeug repariert werden konnte. Er nutzte die Zeit, um die Stadt noch besser kennen zu lernen.
Am Donnerstag konnte das Fahrzeug gegen Mittag abgeholt und die Rückreise Richtung Polen gestartet werden. Nach einem Abstecher ins polnische Danzig, um einen ukrainischen Freund zu besuchen, traf Buchs wohlauf am Sonntag 28. September nach drei Wochen wieder in Kloten ein.
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