Eigentlich wäre erst eine Reise über Weihnachten 2025 geplant gewesen. Da wir jedoch eine Anfrage um Unterstützung mit Hygieneartikel für mehrere Dörfer in der ostukrainischen Region Izjum erhalten haben, wurde kurzfristig Anfang November eine Reise dazwischen geschoben. Nach fast zwei Wochen Vorbereitung mit Sortieren und Verpacken von Kleidern, wurde am 2. November das Fahrzeug beladen, um die Zolldeklaration vorbereiten zu können. Unter den Sachspenden war auch ein grosser Generator für eine Dorfadministration, nochmals zwei Schulbänke sowie viele Winterkleider und Decken.
Leider konnten wir die Hilfsspenden nicht wie gewohnt über unsere Partnerorganisation im System erstellen lassen, weshalb wir kurzfristig eine andere Organisation suchen mussten. Bei Stichkontrollen der Finanzbehörden stellte sich heraus, dass einige Organisationen wohl die Dokumentation der Verteilung der Sachspenden nicht so genau nahmen und deshalb für die Registrierung von Hilfsspenden temporär gesperrt wurden, was auch für unser Team Auswirkungen hatte. Alle humanitären Sachspenden müssen über eine registrierte ukrainische Hilfsorganisation (Empfänger der Lieferung) angemeldet und durch diese registriert werden. Mit diesen Dokumenten kann man die Ware dann über die Grenze MwSt-befreit einführen. Danach müssen innert 14 Tagen die Nachweise der Verteilung der Sachspenden (Lieferscheine, Übergabebestätigungen oder ähnliches) ebenfalls im System erfasst werden.
In der Nacht auf Samstag 8. November, nachdem noch ein besserer Radio mit Dash-Cam eingebaut und die Anhängerkupplung revidiert wurde, konnte dann die 18. Reise mit KM 344940 endlich starten. Unser Präsident Dani Buchs fuhr, bis auf einen kurzen Schlaf im Auto, die ganze Reise über Deutschland, Tschechien und Polen Richtung Ukraine innert knapp 18 Stunden durch. Nach weiteren 2.75 Stunden an der polnisch-ukrainischen Grenze (Export – Import) war Buchs dann mitten in der Nacht zum Sonntag endlich durch den ukrainischen Zoll und auf dem direkten Weg nach Kiev.
Im Zwischenlager des Klotener Vereins wurden dort noch Artikel für eine befreundete Gruppe an der Front aufgeladen, bevor es weiter nach Kharkiv ging, wo Buchs am Montagabend dann müde eintraf. Inzwischen war er bereits über 65 Stunden unterwegs und hatte knapp 2600 Kilometer zurückgelegt.
In der ehemaligen Hauptstadt Kharkiv wurden am nächsten Tag noch Medikamente eingekauft, bevor die Reise zum Endziel in der 160km südlicheren Region Izjum weiterführte. Die Fahrt aus Kharkiv hinaus war jedoch ziemlich herausfordernd, weil das Navi wegen den Drohnenstörsender dauernd blockiert war. In der Stadt Izjum traf Buchs dann auf das befreundete Verteidigerteam, denen er Schokolade aus der Schweiz sowie Schlafsäcke und Hygieneartikel überreichte. Im Reisechat berichtete Buchs dann auch darüber, weshalb sie nun zum dritten Mal auch ein Frontteam unterstützen. Denn ohne solche Kontakte könnte das Klotener Hilfsteam auch nicht so nahe bei der Front den zurück gebliebenen Menschen der umkämpften Ortschaften wichtige Sachspenden bringen.
Auf der letzten Kurzstrecke von Izjum nach Kam´janka, wo Buchs bei einer Kollegin und ihrem Mann übernachten konnte, fuhr er über einen kilometerlangen Drohnenschutztunnel aus Fischernetzen, welcher in den letzten Wochen zwischen Izjum und Dobass-Grenze im Süden über der Schnellstrasse erstellt wurde.
Nach Kam´janka wurden auch die zuvor in der Ukraine bestellten 1560 Kilo Hygieneartikel angeliefert. Die Tage darauf war mit Verteilen der mitgebrachten und eingekauften Sachspenden in den Dörfern bei Izjum ausgefüllt, dazwischen die Fahrten über holprige und teilweise massiv überschwemmte Strassen. Ebenso fuhr Buchs am Donnerstagnachmittag nochmals 140 Kilometer nach Kharkiv, um 648 Liter Trinkwasser und 110 Kilo Lebensmittel zusätzlich für ein abgelegenes Dorf einzukaufen. Wegen einem Luftalarm musste er jedoch über 1,5 Stunden vor dem Supermarkt warten und befürchtete bereits, leer nach Kam´janka zurückfahren zu müssen. Doch gegen 19 Uhr war dann das Einkaufen doch noch möglich und so traf er erst kurz vor 23 Uhr nach 150km wieder im Dorf Kam’janka ein.
Am Freitag Morgen wurden dann die am Abend zuvor eingekauften Lebensmittel und das viele Trinkwasser ins Dorf Synychyne gebracht. Danach besuchte Buchs auf dem Rückweg noch zwei Familien eines anderen abgelegenen Dorfes, welches weder Wasser noch Strom hat. Er wollte abklären was sie an Hilfe für die nächste Reise brauchen könnten.
Im Verlauf des Nachmittags fuhr Buchs dann zurück nach Kiev, wo er spät abends ohne Pause nach fast 700km eintraf. Am Samstag stand nach einer schlaflosen Nacht (wegen Luftangriffen) noch die Inventur des Lagers und Nachtessen mit Freunden auf dem Programm, bevor es am Sonntag zurück nach Lviv ging. Wie bei den letzten Reisen sollte auch diesmal das Fahrzeug hier nochmals gecheckt werden, weil die Schlaglöcher und die vielen Kilometer dem Fahrzeug doch massiv zusetzen. Zudem stellte Buchs auf dem Rückweg nach Kiev und Lviv fest, dass das Fahrzeug stark nach rechts zog. In der Garage wurde dann zum Glück auch entdeckt, dass das Lager der linken Radaufhängung bereits wieder defekt war und Buchs damit wohl schon seit Izjum fast 1200 Kilometer gefahren ist. Dies führte auch dazu, dass der eine Vorderreifen einseitig abgelaufen war.
Nach der 5stündigen Reparatur konnte er am Montagnachmittag dann endlich den 1300km langen Heimweg bei schönstem Wetter antreten. Am Dienstag 18. November war dann die Reise nach 6031km in Kloten wieder beendet. Inzwischen wurde auch die 350’000 KM-Marke beim Fahrzeug geknackt. Auf dieser Reise konnten wir insgesamt 2420KG Hilfsmittel verteilen.
18. Reise – Hilfe für 270 Familien
Eigentlich wäre erst eine Reise über Weihnachten 2025 geplant gewesen. Da wir jedoch eine Anfrage um Unterstützung mit Hygieneartikel für mehrere Dörfer in der ostukrainischen Region Izjum erhalten haben, wurde kurzfristig Anfang November eine Reise dazwischen geschoben. Nach fast zwei Wochen Vorbereitung mit Sortieren und Verpacken von Kleidern, wurde am 2. November das Fahrzeug beladen, um die Zolldeklaration vorbereiten zu können. Unter den Sachspenden war auch ein grosser Generator für eine Dorfadministration, nochmals zwei Schulbänke sowie viele Winterkleider und Decken.
Leider konnten wir die Hilfsspenden nicht wie gewohnt über unsere Partnerorganisation im System erstellen lassen, weshalb wir kurzfristig eine andere Organisation suchen mussten. Bei Stichkontrollen der Finanzbehörden stellte sich heraus, dass einige Organisationen wohl die Dokumentation der Verteilung der Sachspenden nicht so genau nahmen und deshalb für die Registrierung von Hilfsspenden temporär gesperrt wurden, was auch für unser Team Auswirkungen hatte. Alle humanitären Sachspenden müssen über eine registrierte ukrainische Hilfsorganisation (Empfänger der Lieferung) angemeldet und durch diese registriert werden. Mit diesen Dokumenten kann man die Ware dann über die Grenze MwSt-befreit einführen. Danach müssen innert 14 Tagen die Nachweise der Verteilung der Sachspenden (Lieferscheine, Übergabebestätigungen oder ähnliches) ebenfalls im System erfasst werden.
In der Nacht auf Samstag 8. November, nachdem noch ein besserer Radio mit Dash-Cam eingebaut und die Anhängerkupplung revidiert wurde, konnte dann die 18. Reise mit KM 344940 endlich starten. Unser Präsident Dani Buchs fuhr, bis auf einen kurzen Schlaf im Auto, die ganze Reise über Deutschland, Tschechien und Polen Richtung Ukraine innert knapp 18 Stunden durch. Nach weiteren 2.75 Stunden an der polnisch-ukrainischen Grenze (Export – Import) war Buchs dann mitten in der Nacht zum Sonntag endlich durch den ukrainischen Zoll und auf dem direkten Weg nach Kiev.
Im Zwischenlager des Klotener Vereins wurden dort noch Artikel für eine befreundete Gruppe an der Front aufgeladen, bevor es weiter nach Kharkiv ging, wo Buchs am Montagabend dann müde eintraf. Inzwischen war er bereits über 65 Stunden unterwegs und hatte knapp 2600 Kilometer zurückgelegt.
In der ehemaligen Hauptstadt Kharkiv wurden am nächsten Tag noch Medikamente eingekauft, bevor die Reise zum Endziel in der 160km südlicheren Region Izjum weiterführte. Die Fahrt aus Kharkiv hinaus war jedoch ziemlich herausfordernd, weil das Navi wegen den Drohnenstörsender dauernd blockiert war. In der Stadt Izjum traf Buchs dann auf das befreundete Verteidigerteam, denen er Schokolade aus der Schweiz sowie Schlafsäcke und Hygieneartikel überreichte. Im Reisechat berichtete Buchs dann auch darüber, weshalb sie nun zum dritten Mal auch ein Frontteam unterstützen. Denn ohne solche Kontakte könnte das Klotener Hilfsteam auch nicht so nahe bei der Front den zurück gebliebenen Menschen der umkämpften Ortschaften wichtige Sachspenden bringen.
Auf der letzten Kurzstrecke von Izjum nach Kam´janka, wo Buchs bei einer Kollegin und ihrem Mann übernachten konnte, fuhr er über einen kilometerlangen Drohnenschutztunnel aus Fischernetzen, welcher in den letzten Wochen zwischen Izjum und Dobass-Grenze im Süden über der Schnellstrasse erstellt wurde.
Nach Kam´janka wurden auch die zuvor in der Ukraine bestellten 1560 Kilo Hygieneartikel angeliefert. Die Tage darauf war mit Verteilen der mitgebrachten und eingekauften Sachspenden in den Dörfern bei Izjum ausgefüllt, dazwischen die Fahrten über holprige und teilweise massiv überschwemmte Strassen. Ebenso fuhr Buchs am Donnerstagnachmittag nochmals 140 Kilometer nach Kharkiv, um 648 Liter Trinkwasser und 110 Kilo Lebensmittel zusätzlich für ein abgelegenes Dorf einzukaufen. Wegen einem Luftalarm musste er jedoch über 1,5 Stunden vor dem Supermarkt warten und befürchtete bereits, leer nach
Kam´janka zurückfahren zu müssen. Doch gegen 19 Uhr war dann das Einkaufen doch noch möglich und so traf er erst kurz vor 23 Uhr nach 150km wieder im Dorf Kam’janka ein.
Am Freitag Morgen wurden dann die am Abend zuvor eingekauften Lebensmittel und das viele Trinkwasser ins Dorf Synychyne gebracht. Danach besuchte Buchs auf dem Rückweg noch zwei Familien eines anderen abgelegenen Dorfes, welches weder Wasser noch Strom hat. Er wollte abklären was sie an Hilfe für die nächste Reise brauchen könnten.
Im Verlauf des Nachmittags fuhr Buchs dann zurück nach Kiev, wo er spät abends ohne Pause nach fast 700km eintraf. Am Samstag stand nach einer schlaflosen Nacht (wegen Luftangriffen) noch die Inventur des Lagers und Nachtessen mit Freunden auf dem Programm, bevor es am Sonntag zurück nach Lviv ging. Wie bei den letzten Reisen sollte auch diesmal das Fahrzeug hier nochmals gecheckt werden, weil die Schlaglöcher und die vielen Kilometer dem Fahrzeug doch massiv zusetzen. Zudem stellte Buchs auf dem Rückweg nach Kiev und Lviv fest, dass das Fahrzeug stark nach rechts zog. In der Garage wurde dann zum Glück auch entdeckt, dass das Lager der linken Radaufhängung bereits wieder defekt war und Buchs damit wohl schon seit Izjum fast 1200 Kilometer gefahren ist. Dies führte auch dazu, dass der eine Vorderreifen einseitig abgelaufen war.
Nach der 5stündigen Reparatur konnte er am Montagnachmittag dann endlich den 1300km langen Heimweg bei schönstem Wetter antreten. Am Dienstag 18. November war dann die Reise nach 6031km in Kloten wieder beendet. Inzwischen wurde auch die 350’000 KM-Marke beim Fahrzeug geknackt. Auf dieser Reise konnten wir insgesamt 2420KG Hilfsmittel verteilen.
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