UAhelp.org

Die Charity-Plattform

Die Plattform UAhelp.org hilft beim Sammeln von Hilfeanfragen und Hilfsangeboten und koordiniert die Hilfe mit Sachspenden in verschiedenen Regionen der Ukraine.

Das Team um Tatjana Kameltschuk organisiert und koordiniert mit ihrem Team Sachspenden jeglicher Art in verschiedene Regionen der Ukraine. Der Geschäftsführer Jurij Kameltschuk ist ursprünglich aus der Region Kachowka am gleichnamigen Stausee im Oblast Cherson. Er weiss was es bedeutet, fliehen zu müssen. Denn als der Staudamm zerstört wurde, ist die gesamte Region massiv überflutet worden und zig Tausende mussten fliehen. 

Einkauf Lebensmittel für Flutopfer in Weljika Olexandrivka
Das Team von UAhelp.org unterstützt dadurch auch Vertriebene aus Kachovka, welche nun weiter nördlich in Welyka Olexandrivka ein neues Zuhause gefunden haben. In Zusammenarbeit mit UAhelp.org haben wir von KlotenHelpsUkraine Lebensmittel für 110 Familien in Welyka Olexandrivka gespendet und geliefert.

Im Mai 2024 haben wir mit einem LKW zusätzliche Sachspenden in die Region geschickt; unter anderem Hygiene- und Desinfektionsartikel. Weiter spendeten wir auch rund 560KG Kerzenwachs, um für die Fronttruppen Büchsenkerzen herzustellen.

Ein paar Fakten zur Kachovka-Katastrophe

Datum: 06. Juni 2023

Gebiet: Mehr als 83'000 Hektaren und über 80 Siedlungen

Wassermenge: 18 Milliarden Kubikmeter flossen in vier Tagen über die Region Cherson ab

Opfer: Mehr als 60 Tote; mehrere Hundert Verletzte; Hundertausende verloren Hab und Gut; Zehntausende Tiere verendeten; rund eine Million Menschen verloren Zugang zu Trinkwasser

Der Kachowka-Staudamm im Süden der Ukraine staute den Fluss Dnipro auf und bildete einen riesigen Stausee mit einem Fassungsvermögen von mehr als 18 Milliarden Kubikmetern Wasser. Der Stausee speiste ein Wasserkraftwerk, versorgte Städte und Landwirtschaft mit Wasser und lieferte die Kühlung für das Atomkraftwerk Saporischschja. Zum Zeitpunkt der Zerstörung befand sich der Staudamm unter russischer Kontrolle. Innerhalb von etwa vier Tagen floss der Staudamm ab und überschwemmten auf dem Weg ins Schwarze Meer mehr als 80 Siedlungen. Im Oktober 2023 bezifferte die Regierung die Schäden auf umgerechnet rund 12,9 Milliarden Euro.

Die Flut überschwemmte Ackerflächen; Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft wurden in der dortigen Kornkammer der Ukraine zerstört. Im Gebiet Cherson spülte das Wasser Unmengen an Schlamm aus mit Schwermetallen belasteten Industrieabfällen über das Land. Die Umweltkatastrophe traf Böden, die zu den fruchtbarsten in Europa gehören. Verwüstet wurde nicht zuletzt die einzigartige Pflanzenwelt im Delta des Dnipro-Flusses. Öl, Schmiermittel und andere giftige chemische Substanzen verschmutzten das Wasser.